Forstbetriebsleiter und Eigentümer des Forstbetriebs Mariensee in Niederösterreich. Thomas Schenker verbindet forstwirtschaftliche Praxis mit langjähriger Erfahrung in Governance-, Nutzungs- und Lenkungsfragen im Lebensraum Wald. Nach seinem Studium der Forstwirtschaft an der BOKU Wien war er mehrere Jahre in der Unternehmensleitung der Österreichischen Bundesforste tätig, bevor er Verantwortung im eigenen Familienbetrieb übernahm.
Im Zentrum seiner Arbeit stehen die Vereinbarkeit von Eigentumsrechten, öffentlicher Nutzung und ökologischer Verantwortung. Neben klassischer Forstwirtschaft setzt er seit vielen Jahren Projekte in den Bereichen Biodiversität, Wasserrückhalt und Klimaanpassung um. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Planung und Umsetzung von Lenkungskonzepten im Tourismus – darunter Wanderwege, Themenwege, Mountainbikestrecken und Langlaufloipen.
Thomas Schenker bringt die Perspektive des Grundeigentümers ein, der täglich mit den praktischen Auswirkungen rechtlicher Rahmenbedingungen, Nutzungsdruck und gesellschaftlicher Erwartungen konfrontiert ist. Sein Beitrag macht sichtbar, wo Governance-Modelle im Lebensraum Wald tragfähig sind – und wo neue Formen von Verantwortung, Wertschätzung und Koexistenz notwendig werden.
Drei systemische Hindernisse zeigen dir, warum Mountainbiken in Österreich mehr Mut zur Veränderung braucht: Ein einziges Nein kann 19 Ja-Stimmen stoppen, Entschädigungen von 250 € pro Kilometer sind wirtschaftlich absurd, und kommerzielle Trailcenter könnten freie Wege für Einheimische verdrängen.
Mehr dazu: Mountainbiken in Österreich: Zwischen Veto-Recht und Zukunftsverantwortung
Alexander Arpaci (Bikeplan), Christopher Unterberger (Tourismusverband Salzkammergut), Johannes Prem (Landwirtschaftsministerium), Markus Pekoll (Mountainbike Koordination Steiermark), Thomas Schenker (Forstbetriebe Schenker)