Projektleiterin der Isartrails München bei der Deutscher Alpenverein Sektion München. Verantwortlich für die strategische Führung und Umsetzungssicherheit eines der komplexesten Mountainbike-Lenkungsprojekte im deutschsprachigen Raum. Unter ihrer Leitung wurde ein über ein Jahrzehnt politisch blockiertes Vorhaben in eine rechtlich abgesicherte Realisierungsphase überführt.
Der fachliche Schwerpunkt liegt auf der rechtssicheren Integration von Freizeitnutzung in sensiblen Schutzgebieten. Als Expertin für Governance-Strukturen und europäische Naturschutzauflagen (FFH, Natura 2000) koordiniert sie interkommunale Entscheidungsprozesse zwischen Stadt, Landkreis, Naturschutz und Nutzergruppen. Mountainbiken wird dabei als Instrument moderner Besucherlenkung verstanden – nicht als Gegenpol zum Naturschutz.
Ihre Arbeit lässt sich als Diplomatie für den Lebensraum beschreiben: Sie baut keine Wege aus Erde und Stein, sondern tragfähige Brücken aus Verträgen, Prozessen und Kompromissen, damit Freizeitnutzung und Naturschutz dauerhaft auf demselben Pfad Platz finden.
Du möchtest wissen, an welchen Schrauben deine Region in den nächsten Jahren drehen sollte? In dieser Session lernst du drei Werkzeuge kennen, die darüber mitentscheiden, wie Mountainbiken im Lebensraum funktioniert: Wege, die bleiben, Gemeinsam entscheiden und Netze, die wirken.
Bea Draese (DAV Deutscher Alpenverein München & Oberland), Claudia Nutz (Bundesforste AG), Roland Anderegg (Anderegg Tourismus Denkfabrik)