Projektleiter für Wandern, Biken und sanften Winter beim Tourismusverband Salzkammergut. Christopher Unterberger verantwortet seit vielen Jahren die strategische Entwicklung und operative Steuerung von Mountainbike-Angeboten in einer der sensibelsten Tourismusregionen Österreichs – dem Salzkammergut als international anerkanntem Natur- und Kulturlandschaftsraum.
Sein Ansatz ist geprägt von Integration statt Trennung. Mountainbiken, Wandern und weitere Freizeitnutzungen werden gemeinsam gedacht und geplant, um Nutzungskonflikte zu reduzieren und Akzeptanz bei Grundeigentümern, Forst, Jagd und Bevölkerung zu schaffen. Dabei entstehen Shared-Trail-Modelle, Lückenschlüsse und regionale Wegenetze, die sowohl der Besucherlenkung als auch der Lebensqualität vor Ort dienen. Projekte wie der BergeSeen eTrail oder die Weiterentwicklung bestehender Mountainbike-Angebote zeigen, wie strategische Planung und Umsetzung im Lebensraum zusammenwirken.
Christopher Unterberger steht für eine destinationsseitige Perspektive, die Schutzstatus, Nutzungsdruck und regionale Wertschöpfung miteinander in Einklang bringt. Seine Arbeit macht sichtbar, wie Mountainbiken als Freizeitaktivität verantwortungsvoll in bestehende Landschaften integriert werden kann – langfristig, kooperativ und praxisnah.
Drei systemische Hindernisse zeigen dir, warum Mountainbiken in Österreich mehr Mut zur Veränderung braucht: Ein einziges Nein kann 19 Ja-Stimmen stoppen, Entschädigungen von 250 € pro Kilometer sind wirtschaftlich absurd, und kommerzielle Trailcenter könnten freie Wege für Einheimische verdrängen.
Mehr dazu: Mountainbiken in Österreich: Zwischen Veto-Recht und Zukunftsverantwortung
Alexander Arpaci (Bikeplan), Christopher Unterberger (Tourismusverband Salzkammergut), Johannes Prem (Landwirtschaftsministerium), Markus Pekoll (Mountainbike Koordination Steiermark), Thomas Schenker (Forstbetriebe Schenker)